Forum: Ernährung - Studie der Universität Bonn: Haferkur senkt Blutzucker und Blutfettwerte

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Roger 1512 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Carlos,

hier geht es um Klarheit und nicht um Verunsicherung! Wenn jemand Molkeeiweiß gut verträgt und zufrieden ist, kann er es gern verwenden. Elli hatte aber Probleme mit grenzwertigen Blutzuckerwerten und hier wäre der Ersatz von der hochdosierten Gabe des Molkeeiweißes durch mäßig dosierte hochwertige Eiweißquellen zu empfehlen (z.B. Amino8 Produkte, Eier etc.). Außerdem ist Elli sehr schlank und sollte mehr (gesättigte) Fette zur Energiegewinnung verzehren: z.B. Butter, Ghee, Kokosöl. Viele Grüße!

Roger

 

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Carlos 1198 Kommentare Angemeldet am: 18.12.2018

Upps, da hat der gute Roger aber eine ordentliche Nebelkerze gezündet und einige User verunsichert.  Jeder erzählt etwas anderes und alle wollen ihre Produkte verkaufen. Vielleicht einfach zunächst die Werbebotschaften sacken lassen und Fragen stellen. Es kann doch nicht sein, dass man auf jeden Zug aufspringt und die ganzen tollen Botschaften und news als nonplusultra betrachtet. Die Botschaft , die Wundermittel anpreist, hat meistens zwei Effekte. Es kostet einen Preis und das Wundermittel ist überflüssig. 

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Thomas V. 6753 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Apropos Pellets...ich nehme EEAs als Pulver zu mir: 3g

Pulver kann ich problemlos sehr hoch dosieren.

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Thomas V. 6753 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Sorry Roger, das ist doch Unsinn! 

Wer redet davon einen Aminmangel auszugleichen? Es geht darum...zumindest habe ich das so verstanden...dass Whey minderwertig ist, und pure Aminos besser sind - weil sie angeblich zu weniger Ammoniakbildung führen. Und das ist definitiv falsch!

Je langsamer Aminosäuren anströmen, umso effektiver können sie verwertet werden. Aminos nehme ich deswegen gerne während des Krafttrainings im Wasser, wenn ich längere Zeit nichts gegessen habe. Da werden sie sofort dahin transportiert, wo sie benötigt werden. Während des Trainings saugt der Muskel die Aminos förmlich auf, ohne das hohe Peaks entstehen.

Das ist aber nicht so effektiv, wenn man vor dem Training eine proteinreiche Hauptmahlzeit hatte. 

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Roger 1512 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Thomas,

Deine Argumente sind rein akademisch und haben keine praktische Relevanz: bei einem evtl. Eiweißmangel wäre es Dir kaum möglich, so viele Amino8 Pelets zu verzehren, dass die Gluconeogenese so stark aktiviert wird, um den Glukosewert im Blut deutlich über das Minimum zu erhöhen. Viele Grüße!

Roger

 

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Thomas V. 6753 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

denn Amino8 (MAP = 8 essentielle Aminosäuren im natürlichen Verhältnis der Muttermilch) wird zur Synthese der Proteine benötigt

...und das steht nicht im Gegensatz zu dem von mir beschriebenen Effekt.

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Roger 1512 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Thomas,

nein, denn Amino8 (MAP = 8 essentielle Aminosäuren im natürlichen Verhältnis der Muttermilch) wird zur Synthese der Proteine benötigt. Inzwischen wird im Internet ein modernes Produkt mit 20 Aminosäuren im natürlichen Verhältnis sowie Nukleotiden angeboten (EAP): siehe auch https://mitocare.de/ . Christian Burghardt (München) würde u.a. EAP empfehlen und kann auch evtl. Beschwerden behandeln: siehe auch https://burn-out-muenchen.de/mitochondriale-medizin/ . Viele Grüße!

Roger

 

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Thomas V. 6753 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Roger, bezogen auf Ammoniak und Gluconeogenese setzt du auf das falsche Pferd! Amino8 ist ein pures Aminoprodukt mit mehreren glucogenen Aminosäuren. Diese werden sehr schnell freigesetzt, überschüssige werden oxidiert, zu Glucose umgewandelt und dann in Ammoniak.

Whey enthält alle essentiellen Aminos und viele Nicht-essentielle. Durch langsamere Freisetzung wird mehr zur Proteinsynthese genutzt, weniger abrupt zur Gluconeogenese herangezogen.

Ammoniak entsteht bei Desamierung von Aminosäuren. Je schneller und je höher der Aminospiegel steigt, umso mehr muss der Körper entsorgen...heißt höhere, kurzfristige Ammoniakspitzen, während Whey eher zu einem flacheren Verlauf führt.

Ammoniak ist aber kein Problem, es wird im Harnstoffzyklus abgebaut. Maßgeblich daran beteiligt ist die Aminosäure Ornithin.

Du siehst Roger, bei deiner Argumentation sind Amino8 gegenüber Whey eher im Nachteil.

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SK 324 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

Hallo Roger,

nun habe ich Grok explizit gefragt, was Reinwalds These ist und wie es heute einzuordnen ist.

Viele Grüße
SK

Whey hat laut Reinwald nur eine Netto-Aminosäuren-Verwertung (NAV bzw. NNU = Net Nitrogen Utilization) von ca. 16 %. Das bedeutet:

  • Von 100 g Whey-Protein werden nur ca. 16 g tatsächlich in körpereigenes Eiweiß (Muskeln, Enzyme, Zellen etc.) eingebaut.
  • Die restlichen 84 g (= 84 %) werden im Stoffwechsel abgebaut → dabei entsteht massiv Ammoniak (und Harnstoff).

Ammoniak ist giftig und muss von Leber und Nieren aufwendig entgiftet und ausgeschieden werden. Bei hoher Whey-Zufuhr (wie bei vielen Sportlern üblich) entsteht also eine unnötig hohe Belastung dieser Organe.

Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht (Stand 2026) ist Dr. Reinwalds Kritik an Whey-Protein stark übertrieben und größtenteils marketingbedingt.

Die zentrale Behauptung – Whey habe nur 16 % Netto-Aminosäuren-Verwertung (NNU) und produziere daher 84 % toxischen Ammoniak-Abfall – hält einer modernen Überprüfung nicht stand. Hier die aktuelle Bewertung basierend auf etablierten Metriken und Studien:

1. Die NNU-Metrik von Prof. Luca-Moretti ist nicht anerkannt

  • Die 16 %-Zahl stammt aus Studien von Mauro Lucà-Moretti aus den 1990er/2003er Jahren (meist an übergewichtigen Personen im Rahmen von Diät-Programmen).
  • NNU (Net Nitrogen Utilization) ist eine proprietäre, nicht-standardisierte Methode, die von keiner großen Ernährungsbehörde (FAO, WHO, EFSA, ISSN) akzeptiert wird.
  • Sie misst Stickstoff-Retention unter speziellen Bedingungen und bevorzugt künstlich freie Aminosäuren-Mischungen wie sein eigenes MAP® (Master Amino Acid Pattern). Unabhängige Analysen (z. B. 2025-Review von EFX Sports) bezeichnen sie als „Marketing-Mythos“.

2. Moderne, anerkannte Protein-Qualitätsmetriken zeigen genau das Gegenteil

Whey gehört zu den besten Proteinquellen überhaupt – besser als die meisten pflanzlichen Proteine und auf Augenhöhe oder besser als Eier/Fleisch.

3. Ammoniak- und Stickstoffbelastung in der Praxis

  • Der Körper baut jedes Protein zu Aminosäuren ab – dabei entsteht immer etwas Ammoniak, das über den Harnstoffzyklus (Leber) und Nieren entsorgt wird.
  • Bei moderaten Dosen (20–40 g Whey/Tag, typisch für Sportler) gibt es keine klinisch relevanten Erhöhungen von Ammoniak, Harnstoff oder Leber-/Nieren-Markern bei gesunden Menschen (mehrere Reviews 2024).
  • Bei sehr hohen/chronischen Dosen (>3 g Protein/kg Körpergewicht täglich, besonders ohne Training) können leichte Belastungen auftreten (erhöhte Enzyme, Urin-Ammoniak, Calcium-Ausscheidung). Das gilt aber für jedes hochdosierte Protein, nicht speziell für Whey.
  • Whey-Studien zeigen sogar oft besseren Netto-Protein-Balance und weniger Abbau als Placebo oder Kohlenhydrate.

4. Was sagt die aktuelle Forschung wirklich zu Whey?

  • Whey ist eines der am besten untersuchten Supplemente: Es stimuliert die Muskelproteinsynthese (MPS) besonders stark (hoher Leucin-Gehalt + schnelle Aufnahme).
  • Meta-Analysen und Reviews 2024/2025 bestätigen Vorteile bei Muskelaufbau, Erholung, Körperzusammensetzung und sogar bei älteren Menschen.
  • Mögliche Nebenwirkungen (Akne bei Prädisponierten, leichte Darmveränderungen) sind dosis- und personabhängig, aber selten schwerwiegend.

Fazit – realistische Einordnung 2026

  • Für die allermeisten Menschen (gesunde Sportler, Fitnessbegeisterte, Normalgewichtige) ist Whey eine der besten und günstigsten Proteinquellen – die Ammoniak-Geschichte ist stark übertrieben.
  • MyAMINO® / MAP® hat in speziellen Situationen Vorteile: extrem schnelle Aufnahme (23 min), minimaler Verdauungsaufwand und theoretisch weniger Stickstoffabfall. Das kann bei schweren Leber-/Nierenproblemen, Keto-Diäten mit sehr hohem Eiweißbedarf oder wenn man absolut jeden Gramm Abfall minimieren will sinnvoll sein. Aber es ist deutlich teurer und bringt bei normaler Ernährung keinen messbaren Vorteil gegenüber Whey + vollwertiger Kost.
  • Reinwalds Position ist verständlich als Hersteller, aber wissenschaftlich einseitig. Die große Mehrheit der Ernährungswissenschaftler und Sportmediziner (ISSN, ACSM, Deutsche Gesellschaft für Ernährung) sieht Whey weiterhin positiv.

 

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SK 324 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

Hallo Roger,

und dann enthält Whey häufig künstliche Süßstoffe und Aromen - meinst Du die?

Viele Grüße
SK

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